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Bitcoin-Wallets: Hardware-, Paper- und Hot-Wallet

Welche Bitcoin-Wallet passt zu dir? Hardware-, Paper- und Hot-Wallet im Vergleich: wo der Schlüssel liegt, welche Risiken es gibt, wie du die Phrase sicherst.

Aktualisiert am

Eine Bitcoin-Wallet enthält keine Coins. Sie enthält den privaten Schlüssel, mit dem du Bitcoin senden, empfangen und ausgeben kannst. Die drei gängigen Arten unterscheiden sich darin, wo dieser Schlüssel liegt: auf einem eigenen Gerät (Hardware-Wallet), auf Papier (Paper-⁠Wallet) oder auf einem Handy oder Computer mit Internetzugang (Hot-⁠Wallet). Für größere Beträge ist eine Hardware-Wallet die übliche Wahl, für kleine Beträge, die du oft ausgibst, reicht eine Hot-⁠Wallet.

Dieser Ratgeber erklärt die Arten und ihre Risiken. Er ist keine Anlageberatung und sagt nichts darüber, ob du Bitcoin kaufen solltest.

Was macht eine Bitcoin-Wallet?

Bitcoin liegt auf der Blockchain, nicht in deiner Wallet. Die Wallet verwaltet die Schlüssel, die beweisen, dass die Coins dir gehören. Wer den privaten Schlüssel hat, kontrolliert die Coins. Die Wallet muss ihn also sicher aufbewahren und dich trotzdem Transaktionen signieren lassen.

Wallets gibt es als Gerät, App oder Website. Es gibt Tausende davon, und alle lassen sich einer der drei Gruppen unten zuordnen.

Welche Arten von Bitcoin-Wallets gibt es?

ArtWo der Schlüssel liegtOnlineHauptrisiko
Hardware-WalletEigenes Gerät mit SicherheitschipNur beim SignierenRecovery-Phrase verloren, gefälschte Geräte von nicht offiziellen Verkäufern
Paper-⁠WalletAuf Papier gedruckt oder geschriebenNeinVerlust, Beschädigung, Diebstahl des Blatts
Hot-⁠WalletApp oder Software auf Handy oder ComputerJaSchadsoftware, Phishing, gehackter Anbieter

Warum ist eine Hardware-Wallet die sicherste Wahl?

Eine Hardware-Wallet signiert Transaktionen im Gerät. Der private Schlüssel gelangt nie auf deinen Computer, und du bestätigst jede Zahlung auf dem Display des Geräts. Ein Angreifer, der deinen Computer infiziert, kann ohne das Gerät und seine PIN trotzdem nichts ausgeben.

Zwei Beispiele von den Seiten der Hersteller:

  • Trezor führt derzeit Safe 3, Safe 5 und Safe 7. Der Safe 3 kostet 59 € auf trezor.io. Er hat ein zertifiziertes Secure Element (EAL6+), zeigt jede Transaktion auf dem Gerät zur Bestätigung an und bietet PIN und Passphrase. Das Backup besteht aus 12, 20 oder 24 Wörtern.
  • Ledger zeigt auf ledger.com Nano Gen5, Flex, Stax und Atom. Den Nano S von unserer alten Seite führt Ledger dort nicht mehr. Preise ändern sich, schau also vor dem Kauf in den Shop.

Kaufe nur beim Hersteller oder bei einem autorisierten Händler. Ein Gerät von einem unbekannten Verkäufer kann manipuliert sein.

Was ist eine Recovery-Phrase und wie bewahre ich sie auf?

Die Recovery-Phrase (Seed) ist eine Wortliste, mit der du deine Wallet auf einem neuen Gerät wiederherstellst. Sie ist der eigentliche Schlüssel zu deinen Coins. Schreib sie auf Papier oder Metall, lege Kopien an getrennten sicheren Orten ab. Gib sie nie auf einer Website oder in einem Chat ein und fotografiere sie nicht. Kein echter Support fragt danach.

Ist eine Paper-⁠Wallet sicher?

Eine Paper-⁠Wallet ist die Adresse mit dem privaten Schlüssel, auf Papier geschrieben oder gedruckt. Sie bleibt offline, Schadsoftware kommt also nicht heran. Die Schwachstelle ist das Papier: Geht es verloren, verbrennt es oder fotografiert es jemand, sind die Coins weg oder offengelegt. Bewahre mehr als eine Kopie an verschiedenen Orten auf. Wer von einer Paper-⁠Wallet ausgibt, muss den Schlüssel in eine Software eingeben, deshalb verzichten heute viele auf diese Methode.

Wann reicht eine Hot-⁠Wallet?

Eine Hot-⁠Wallet ist mit dem Internet verbunden. Das ist bequem, setzt sie aber Schadsoftware und Phishing aus, bei Web-⁠Wallets auch Hacks des Anbieters. Behandle sie wie ein Portemonnaie: nur kleine Beträge, die du bald ausgeben willst.

Electrum ist ein langjähriges Beispiel. Es läuft unter Windows, macOS, Linux und Android, stellt Guthaben aus einer geheimen Wortfolge wieder her und arbeitet über Plugins mit Hardware-Wallets zusammen. Die alte Seite nannte außerdem blockchain.info und GreenAddress. Wir führen sie nicht mehr auf, weil wir ihren heutigen Stand bei den Anbietern nicht prüfen konnten.

Wo kaufe ich Bitcoin?

Kaufen und Aufbewahren sind zwei Schritte. Du kannst über einen regulierten Broker wie Bitpanda kaufen, der Lizenzen nach der EU-⁠Verordnung MiCA hat, und die Coins dann dort lassen oder in deine eigene Wallet schicken. Broker rechnen einen Aufschlag auf den Kurs, und die volle Nutzung setzt eine Verifizierung voraus. Über eWO bekommst du nach der Verifizierung einen Startbonus, Einzelheiten stehen auf der Bitpanda-Seite.

Lässt du die Coins beim Anbieter, hält der Anbieter die Schlüssel. Willst du sie selbst halten, überweise sie in eine Wallet aus diesem Ratgeber. Prüfe vorher die aktuellen Auszahlungsregeln und Gebühren des Anbieters.

Wie wähle ich eine Wallet?

Stell dir drei Fragen. Wie viel willst du aufbewahren? Wie oft willst du darauf zugreifen? Wie sicher gehst du mit einer Recovery-Phrase um? Kleine Beträge, die du oft bewegst, sprechen für eine Hot-⁠Wallet, große Beträge, die lange liegen, für eine Hardware-Wallet. Teste in jedem Fall zuerst mit einer kleinen Überweisung und stelle die Wallet einmal aus der Phrase wieder her, um zu sehen, dass es klappt.

Häufige Fragen

Welche Bitcoin-Wallet ist am sichersten?

Eine Hardware-Wallet hält deine privaten Schlüssel auf einem eigenen Gerät und verlangt, dass du jede Transaktion dort bestätigst. Für größere Beträge ist sie die übliche Wahl. Wer deine Recovery-Phrase kennt, kommt trotzdem an die Coins, also bewahre sie offline auf.

Ist eine Bitcoin-Wallet dasselbe wie ein Börsenkonto?

Nein. In einer Wallet hältst du die privaten Schlüssel selbst. Bei einer Börse oder einem Broker wie Bitpanda verwahrt der Anbieter die Coins für dich, und du meldest dich mit Passwort an.

Was passiert, wenn ich meine Hardware-Wallet verliere?

Nichts, solange du die Recovery-Phrase hast. Du gibst sie in ein neues Gerät ein, und deine Coins sind wieder da. Ohne die Phrase sind sie verloren.

Ist eine Paper-Wallet noch sinnvoll?

Sie funktioniert als Offline-Aufbewahrung, aber ein einziger Fehler kann alles kosten: Ein verlorenes, beschädigtes oder fotografiertes Blatt bedeutet verlorene Coins. Für die meisten ist eine Hardware-Wallet besser.